Das Pflanzen- und Garten-Lexikon

Sadebaum, Stink-Wacholder Pflanzensteckbrief

sadebaum,-stink-wacholder (Juniperus sabina L.)
Sadebaum, Stink-Wacholder (Juniperus sabina L.)

Pflanze: Sadebaum, Stink-Wacholder (Juniperus sabina L.)
Familie: Zypressengewächse (Cupressaceae)
Gattung: Wacholder (Juniperus)
Synonyme: Wachholderbeeren, Wachholderbeere, Wachholder Schnaps, Zypressen

Giftigkeit giftig
Keine Heilpflanze Keine Heilpflanze
Keine Zierpflanze Keine Zierpflanze
ungenießbar ungenießbar

Die Pflanze

Niederliegender oder schräg aufwärts wachsender Strauch, dessen Blätter (bei Jungpflanzen durchweg) nadelförmig oder (bei älteren Pflanzen vorwiegend) schuppenförmig sind. Reife männliche Blütenstände länglich-eiförmig, 3-4 mm lang, unauffällig. Reife weibliche Blütenstände aufrecht, nach der Befruchtung hakig nach unten wachsend. "Zapfen" beerenartig, hängend. Der Sadebaum ist meist vom Grund an verzweigt und ohne Hauptstamm. Nur in der Kultur wächst er auch baumförmig; dann ist seine Krone reichästig und meist weit herabgezogen. Die Schuppenblätter stehen gekreuzt-gegenständig, sind stachelspitzig und überdecken sich dachziegelartig. Zerreibt man sie, dann bemerkt man den stark unangenehmen Geruch. April-Mai. 0,5-6 m (in der Kultur bis über 10 m).

Vorkommen

Liebt flachgründige, eher nährstoffreiche Steinböden. Braucht Sommerwärme und besiedelt daher oft Südhänge. Kommt in Mitteleuropa wild nur in den Alpen vor, und zwar vor allem in den zentralalpinen Ketten. Auch dort ist er fast überall selten. Er gedeiht in Höhen bis etwa 2800 m.

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Wissenswertes

Vom Sadebaum gibt es nur relativ wenige Gartenformen. Ihre Verbreitung ist kaum wünschenswert, da sie gegenüber anderen Zier-Wacholdern keine Vorteile haben, die nur ihnen zukommen. Wie die Wildpflanze sind sie giftig. Das ätherische Öl, das man dem Sadebaum extrahieren kann, erzeugt schon auf der Haut Blasen; eingenommen führt es zu sehr schweren Reizzuständen der Verdauungswege. Auch die Nieren werden geschädigt. Bei innerlicher Anwendung, die früher üblich war, soll es zu tödlichen Vergiftungen gekommen sein.

Allgemeines

Juniperus sabina ist eine Art von Nadelbaum, die in Europa, Asien und Nordafrika heimisch ist. Er gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Der Baum kann bis zu 2-4 Meter hoch werden und hat eine grau-braune Rinde. Die Nadeln sind schuppenartig und blau-grün gefärbt. Der Wacholder wird häufig als Zierstrauch in Gärten und Parks verwendet und hat auch medizinische Eigenschaften. Einige Teile des Baumes werden in der Volksmedizin zur Behandlung von Verdauungsstörungen, Rheuma und anderen Beschwerden verwendet.

  • Verbreitung und Standort: Die Art ist in Europa, Asien und Nordafrika verbreitet und kommt in der Natur in verschiedenen Habitate vor, wie z.B. in Wäldern, auf felsigen Hängen und in Gebüschen. Juniperus sabina ist eine robuste Pflanze und kann in vielen verschiedenen Böden wachsen.

  • Aussehen: Der Wacholder kann je nach Standort und Wachstumsbedingungen unterschiedliche Größen erreichen. In der Regel erreicht er jedoch eine Höhe von etwa 2-4 Metern und eine Breite von 1-2 Metern. Die Blätter sind schuppenförmig und blau-grün gefärbt. Der Baum hat kleine, runde Beeren, die in der Regel dunkelblau bis schwarz sind.

  • Verwendung: Der Wacholder hat eine lange Geschichte der Verwendung als Heilpflanze. Die getrockneten Beeren und Nadeln werden in der Volksmedizin zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden wie Verdauungsstörungen, Blasenentzündungen und Rheuma eingesetzt. Auch in der Küche werden Wacholderbeeren zum Würzen von Fleischgerichten und zum Herstellen von Gin und anderen Spirituosen verwendet.

  • Vorsichtsmaßnahmen: Obwohl der Wacholder in der Volksmedizin weit verbreitet ist, sollte man ihn nicht unbedacht verwenden, da er giftige Substanzen enthalten kann. Schwangere Frauen sollten besonders vorsichtig sein und sollten Wacholderbeeren und -nadeln nicht einnehmen.